Nachfolgend einige Nachteile:
1.) Anschaffungspreis
Wohl der unangenehmste Nachteil: Aufgrund der komplexen Elektronik die im Induktionsherd vorhanden ist und der im Moment noch relativ geringen Nachfrage nach diesem Herdmodell ist der Preis für
einen Herd dieser Art derzeit noch sehr hoch. Zudem ist meistens noch die Anschaffung neuer Töpfe oder Pfannen notwendig (siehe “Kochgeschirr”).
2.) Kochgeschirr
Da das Funktionsprinzip auf der Erzeugung eines magnetischen Wechselfeldes beruht (siehe Artikel zur Funktionsweise), lässt dieser sich auch nur mit bestimmtem Kochgeschirr verwenden. Pfannen und Töpfe, die auf einem Induktionsherd verwendet werden sollen, müssen nämlich ferromagnetisch sein. Ob ein Topf für das Kochen mit Induktion geeignet ist, kann relativ leicht mit dem so genannten Magnettest herausgefunden werden. Dabei wird einfach einen Magneten an den Boden des Kochgeschirrs gehalten. Wird er dabei angezogen, so kann der Topf oder die Pfanne verwendet werden. Kochgeschirr aus Aluminium oder Edelstahl ist (sofern kein spezieller Boden vorhanden) beispielsweise nicht kompatibel, während sich emailliertes oder gusseisernes Kochgeschirr meist problemlos verwenden lässt. Es gibt inzwischen auch speziell für Induktionsherde geeignetes Kochgeschirr, das dann meistens auch mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet ist.
3.) Herzschrittmacher
Da der Induktionsherd mit einem starken Magnetfeld arbeitet, kann die Beeinflussung von Herzschrittmachern nicht ganz ausgeschlossen werden. Dieser Nachteil betrifft zwar nur relativ Wenige, Menschen mit Herzschrittmacher sollten sich dennoch vorsichtshalber ganz von Induktionsherden fernhalten bzw. zumindest einen gewissen Sicherheitsabstand einhalten.
Auch wenn der Induktionsherd durch seine Nachteile auf den ersten Blick natürlich nicht gerade zum Kauf animieren, so kann er durch seine Vorteile Einiges kompensieren. Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden und abwägen, ob der Umstieg auf Induktion eine lohnende Investition ist.