Funktionsweise von Induktionskochfeldern

Auf dem Markt gibt es den Induktionsherd zwar erst seit Beginn der 80er Jahre, seine Funktionsweise bzw. das Funktionsprinzip wurde allerdings schon viel eher entdeckt. Damals war es Michael Faraday (1791 – 1867, englischer Physiker und Entdecker des berühmten Faradayschen Käfigs), der 1831 den Effekt der elektromagnetischen Induktion entdeckte, auf dem auch die heutigen Induktionsherde beruhen.

Die Kochfläche bei einem sich auf Induktion beruhenden Herd unterscheidet sich rein äußerlich nicht sehr von einem herkömmlichen Glaskeramikherd. Sie dient dabei allerdings lediglich dem Schutz der Elektronik und als simple Fläche um die Töpfe und Pfannen darauf abzustellen, über sie wird keine Wärme übertragen. Der eigentliche Unterschied liegt darunter verborgen. Hier befindet sich nämlich eine Spule aus Kupferdraht, die so genannte Induktionsspule, welche verantwortlich für die eigentliche Induktion ist (sie übernimmt dabei die Rolle des sog. Induktors) und stellt damit das Herzstück solcher Herde bzw. Kochplatten dar. Diese Induktionsspule ist stromdurchflossen und erzeugt dadurch ein magnetisches Wechselfeld. Von diesem werden nun im sich auf der Glaskeramikplatte befindlichem Kochgeschirr so genannte Wirbelströme induziert (daher Induktion), deren Energie in Form von Wärme an den Topf und damit an die darin befindliche Nahrung abgegeben wird. Hierbei kommt auch der im Artikel über Nachteile beim Induktionsherd beschriebene Ferromagnetismus der Topf- und Pfannenböden des speziell für Induktion geeigneten Kochgeschirrs zum Tragen. Diese Eigenschaft ist nämlich maßgebend für die korrekte Funktion indem sie dafür sorgt, dass die Wirbelströme unter dem Topf gebündelt werden und verhindert damit weitestgehend Energieabwanderung nach unten.